Interne Projekte planen ohne Planungsbüro im Haus
Software-Einführung, Umzug, Zertifizierung, Zeiterfassung oder eine neue Produktlinie: Interne Vorhaben laufen oft neben dem Tagesgeschäft. So planst du sie so, dass nichts Wichtiges vergessen wird.
Was sind interne Projekte?
Ein internes Projekt hat keinen externen Kunden: Auftraggeber ist das eigene Unternehmen, meist die Geschäftsführung oder ein Fachbereich. Typisch sind Vorhaben, die Abläufe, Systeme oder Standorte verändern.
Gerade im Mittelstand gibt es dafür selten eine hauptamtliche Projektleitung. Die Planung übernimmt jemand, der eigentlich etwas anderes zu tun hat, und das Vorhaben konkurriert mit dem Tagesgeschäft um Zeit und Aufmerksamkeit.
| Merkmal | Internes Projekt | Kundenprojekt |
|---|---|---|
| Auftraggeber | eigenes Unternehmen | externer Kunde |
| Projektleitung | oft nebenher, wechselnd | meist fest benannt |
| Budget | intern geschätzt, selten nachgehalten | per Angebot und Vertrag fixiert |
| Priorität | konkurriert mit dem Tagesgeschäft | durch Liefertermin gesetzt |
| Typisches Risiko | Pflichten und Beteiligte werden vergessen | Nachträge und Terminverzug |
Typische interne Vorhaben
Zu jedem Vorhaben gibt es einen vollständigen Beispielplan, erstellt mit PathHub AI, inklusive der Pflichten mit Vorlauf.
ERP-Einführung
Materialwirtschaft, Produktion, Lager und Datenübernahme in einem Plan.
Beispielplan ansehenSAP S/4HANA
Umstieg von SAP ECC mit Testzyklen, Schulung und Hypercare.
Beispielplan ansehenCRM-Einführung
Vertrieb an mehreren Standorten, Datenmigration und Schulung.
Beispielplan ansehenDokumentenmanagement
Digitale Eingangsrechnungen, GoBD-Archiv und Berechtigungen.
Beispielplan ansehenZeiterfassung einführen
Erfassungsregeln, Betriebsvereinbarung und Datenschutz.
Beispielplan ansehenBüroumzug
Neue Arbeitsplätze, IT, Unterweisung und Umzug bei laufendem Betrieb.
Beispielplan ansehenISO-27001-Zertifizierung
Gap-Analyse, Maßnahmen, internes Audit und Zertifizierungsaudit.
Beispielplan ansehenNIS2 umsetzen
Registrierung, Risikomanagement und Meldeprozesse.
Beispielplan ansehenWebsite-Relaunch
CMS, Barrierefreiheit, SEO-Migration und Hosting.
Beispielplan ansehenCloud-Migration
Bestandsaufnahme, Migration in Wellen, Notfallkonzept.
Beispielplan ansehenE-Rechnung einführen
XRechnung und ZUGFeRD, ERP-Anbindung und GoBD-Archiv.
Beispielplan ansehenHinweisgebersystem
Interne Meldestelle nach HinSchG mit Fristen und Datenschutz.
Beispielplan ansehenPersonalgewinnung
Stellenanzeigen, Auswahl, Betriebsrat und Onboarding.
Beispielplan ansehenZutrittskontrolle
Zutritt und Videoüberwachung mit DSFA und Betriebsvereinbarung.
Beispielplan ansehenNeue Produktlinie
Rezeptur, Etikett, Produktion und Listung im Handel.
Beispielplan ansehenSoftwareentwicklung
Anforderungen, Sprints, Schnittstellen und Rollout.
Beispielplan ansehenWarum interne Projekte scheitern
Selten an fehlendem Können. Fast immer an Dingen, die im Alltag untergehen, bevor das Projekt richtig losgeht.
- Planung nebenherWer das Vorhaben leitet, hat ein volles Tagesgeschäft. Der Plan entsteht spät oder gar nicht.
- Unklare ZuständigkeitenNiemand ist ausdrücklich verantwortlich, Entscheidungen bleiben liegen.
- Vergessene BeteiligteBetriebsrat, Datenschutz oder Einkauf werden erst eingebunden, wenn es eilt.
- Pflichten mit VorlaufEine Betriebsvereinbarung, ein Auftragsverarbeitungsvertrag oder ein Audittermin braucht Wochen. Wer zu spät startet, verschiebt den Go-live.
- Kein Budget im BlickInterne Stunden und externe Leistungen werden nicht erfasst; Abweichungen fallen zu spät auf.
Interne Projekte planen in 6 Schritten
- Ziel und Rahmen festlegenWas soll am Ende anders sein, bis wann, mit welchem Budget? Ein SMART formuliertes Ziel hilft.SMART-Check
- Beteiligte und Rollen klärenWer entscheidet, wer macht, wer wird gefragt, wer informiert?RACI-Generator
- Pflichten und Vorlauf prüfenWelche Gesetze, Vereinbarungen und Freigaben löst das Vorhaben aus, und wie viel Vorlauf brauchen sie?Pflichten-Tabelle
- Phasen, Aufgaben und Meilensteine planenVom Kick-off bis zum Abschluss, mit realistischen Puffern und Abhängigkeiten.Vorlagen
- Budget und Risiken schätzenPositionen statt Pauschale, Risiken mit Gegenmaßnahme und verantwortlicher Person.Risikomatrix
- Umsetzen, nachhalten, lernenFortschritt und Kosten regelmäßig abgleichen und Erfahrungen für das nächste Vorhaben festhalten.Kanban-Board
Welche Pflichten typische interne Vorhaben auslösen
So zeigt PathHub AI die Pflichten auch im Plan (Beispiel Deutschland): mit Kennzeichnung Pflicht oder Wichtig, Vorlauf und unter „Regel & Nachweise“ der Regel aus der Compliance-Bibliothek, ihren Kriterien und den Folgen bei Verstoß. „Gesetzlich“ heißt: Die Pflicht ergibt sich direkt aus dem Gesetz. „Richtwert“: übliche Dauer aus der Praxis. Keine Rechtsberatung.
Regel & Nachweise
Warum: Das neue System verarbeitet personenbezogene Daten von Kunden oder Beschäftigten.
- Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
- Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert
Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.
Regel & Nachweise
Warum: Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Auftrag (Cloud, Wartung, Support).
Rechtsgrundlage: Art. 28 DSGVO: Der Vertrag muss vor Beginn der Verarbeitung vorliegen, auch vor Tests mit echten Daten oder der Datenmigration.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Cloud-Provider
- SLA mit Verfügbarkeit, RPO, RTO
- Exit- und Portabilitätsklausel
- Datenlokalisierung und Transfer-Mechanismus (SCC / Adequacy)
Bei Verstoß: Zivilrechtliche Ansprüche bei Datenverlust; Regressansprüche abhängig vom Vertrag. DSGVO-Bußgelder bei Non-Compliance.
Regel & Nachweise
Warum: Fast jede Software protokolliert Nutzeraktionen und ist damit zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle geeignet.
Gilt: nur wenn ein Betriebsrat besteht
Rechtsgrundlage: § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei technischen Einrichtungen, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet sind; die Eignung genügt. Ohne Einigung darf das System nicht eingeführt werden.
- Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
- Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
- Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
- Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)
Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.
Regel & Nachweise
Warum: Steuerrelevante Daten müssen vollständig, unveränderbar und prüfbar aufbewahrt werden, auch nach dem Systemwechsel.
Gilt: wenn das System buchhaltungs- oder steuerrelevante Daten verarbeitet (ERP, Rechnungen, Kasse)
- Verfahrensdokumentation für alle steuerrelevanten Systeme und Abläufe
- Vollständige und unveränderbare Aufzeichnungen, Änderungen werden protokolliert
- Aufbewahrung steuerrelevanter Unterlagen in der gesetzlichen Frist (in der Regel 8 bzw. 10 Jahre)
- Datenzugriff für die Betriebsprüfung möglich (§ 147 Abs. 6 AO)
- Empfang strukturierter E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) seit 1.1.2025
- Ausstellung von E-Rechnungen an inländische Unternehmen: ab 2027 bei mehr als 800.000 EUR Vorjahresumsatz, ab 2028 grundsätzlich für alle (Ausnahmen u. a. Kleinbetragsrechnungen, Kleinunternehmer)
Bei Verstoß: Formelle Mängel können zur Verwerfung der Buchführung und zur Schätzung der Besteuerungsgrundlagen führen (§ 162 AO); bei verweigertem Datenzugriff droht ein Verzögerungsgeld (§ 146 Abs. 2c AO).
Regel & Nachweise
Warum: Das System muss die gesetzlichen Höchstarbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten abbilden.
Rechtsgrundlage: Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13.09.2022 (1 ABR 22/21) besteht eine Pflicht zur systematischen Arbeitszeiterfassung; Mehrarbeit über 8 Stunden ist nach § 16 Abs. 2 ArbZG aufzuzeichnen und zwei Jahre aufzubewahren.
- Höchstarbeitszeit 8 Stunden werktäglich, bis 10 Stunden mit Ausgleich innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen (§ 3 ArbZG)
- Ruhepausen: 30 Minuten ab 6 Stunden, 45 Minuten ab 9 Stunden (§ 4)
- Ruhezeit von mindestens 11 Stunden nach Arbeitsende (§ 5)
- Systematische Erfassung von Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit (BAG, 1 ABR 22/21)
- Aufzeichnung der über 8 Stunden hinausgehenden Arbeitszeit, Aufbewahrung mindestens zwei Jahre (§ 16 Abs. 2)
Bei Verstoß: Ordnungswidrigkeiten nach § 22 ArbZG mit Bußgeld bis 30.000 EUR; vorsätzliche Verstöße, die die Gesundheit gefährden, sind nach § 23 ArbZG strafbar.
Regel & Nachweise
Warum: Zeiterfassung ist eine technische Einrichtung, die Leistung und Verhalten abbilden kann.
Gilt: nur wenn ein Betriebsrat besteht
Rechtsgrundlage: § 87 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei Lage der Arbeitszeit und bei technischen Einrichtungen zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle.
- Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
- Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
- Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
- Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)
Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.
Regel & Nachweise
Warum: Zeiterfassung verarbeitet dauerhaft personenbezogene Daten aller Beschäftigten.
- Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
- Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert
Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.
Regel & Nachweise
Warum: Neue Räume bedeuten neue Flucht- und Rettungswege, Beleuchtung, Lüftung und Arbeitsplätze.
Rechtsgrundlage: § 3 ArbStättV: Die Gefährdungsbeurteilung ist vor Aufnahme der Tätigkeiten zu dokumentieren.
- Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsstätte vor Aufnahme der Tätigkeiten dokumentiert (§ 3)
- Flucht- und Rettungswege, Notausgänge und Kennzeichnung (ASR A2.3)
- Beleuchtung, Lüftung und Raumtemperatur nach den ASR
- Bildschirmarbeitsplätze ergonomisch eingerichtet
- Sanitär-, Pausen- und Erste-Hilfe-Räume entsprechend der Beschäftigtenzahl
Bei Verstoß: Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld bis 5.000 EUR je Verstoß (§ 9 ArbStättV i. V. m. § 25 ArbSchG); bei vorsätzlicher Gefährdung von Leben oder Gesundheit Straftat.
Regel & Nachweise
Warum: Unterweisung ist bei veränderten Arbeitsbedingungen Pflicht.
Rechtsgrundlage: § 12 ArbSchG: Unterweisung bei Veränderungen vor Aufnahme der Tätigkeit.
- Gefährdungsbeurteilung für jeden Arbeitsplatz (inkl. psychischer Belastungen)
- Unterweisung bei Einstellung, Veränderungen, nach Unfällen — mindestens jährlich
- Sicherheitsfachkraft und Betriebsarzt bestellt (DGUV V2)
- Erste-Hilfe-Ersthelfer (mind. 5% der MA) ausgebildet
Bei Verstoß: Bußgeld bis 30.000 EUR je Verstoß (§ 25 ArbSchG); bei beharrlicher Wiederholung oder vorsätzlicher Gefährdung Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe (§ 26 ArbSchG). Bei Personenschäden zusätzlich Strafbarkeit nach dem StGB.
Regel & Nachweise
Warum: Ein Standortwechsel verändert Arbeitswege, Arbeitsplätze und Abläufe.
Gilt: wenn ein Betriebsrat besteht; Interessenausgleich bei Verlegung des Betriebs in Unternehmen mit mehr als 20 wahlberechtigten Beschäftigten
Rechtsgrundlage: § 111 Satz 3 Nr. 2 BetrVG: Die Verlegung des Betriebs ist eine Betriebsänderung; der Interessenausgleich ist vor der Durchführung zu versuchen.
- Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
- Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
- Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
- Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)
Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.
Regel & Nachweise
Warum: Beim Umzug gehen Unterlagen mit personenbezogenen Daten durch viele Hände.
- Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
- Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert
Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.
Regel & Nachweise
Warum: Mit der Migration verarbeitet der Anbieter eure personenbezogenen Daten.
Rechtsgrundlage: Art. 28 DSGVO: Vertrag vor Beginn der Verarbeitung, auch vor der Migration echter Daten; bei Anbietern außerhalb der EU zusätzlich die Drittlandübermittlung absichern (Art. 44 ff. DSGVO).
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Cloud-Provider
- SLA mit Verfügbarkeit, RPO, RTO
- Exit- und Portabilitätsklausel
- Datenlokalisierung und Transfer-Mechanismus (SCC / Adequacy)
Bei Verstoß: Zivilrechtliche Ansprüche bei Datenverlust; Regressansprüche abhängig vom Vertrag. DSGVO-Bußgelder bei Non-Compliance.
Regel & Nachweise
Warum: Speicherorte, Unterauftragsverarbeiter und Zugriffswege ändern sich.
- Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
- Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert
Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.
Regel & Nachweise
Warum: NIS2 verlangt, dass Risiken durch Dienstleister bewertet und vertraglich abgesichert werden.
Gilt: wenn das Unternehmen unter NIS2 fällt (u. a. ab 50 Beschäftigten oder 10 Mio. EUR Umsatz in den erfassten Sektoren)
- Dokumentiertes IT-Risikomanagement mit jährlichem Review
- Business Continuity Plan und Disaster Recovery getestet
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für kritische Systeme
- Verschlüsselung aller sensiblen Daten (at rest + in transit)
- Lieferanten-Sicherheits-Reviews (Supply-Chain-Security)
- Cybersecurity-Schulung für alle Mitarbeiter jährlich
Bei Verstoß: Bußgelder bis 10 Mio. EUR oder 2% des weltweiten Jahresumsatzes. Persönliche Haftung der Geschäftsführung bei grober Fahrlässigkeit.
Regel & Nachweise
Warum: Dienste wie Microsoft 365 erfassen Nutzungsdaten der Beschäftigten.
Gilt: nur wenn ein Betriebsrat besteht
Rechtsgrundlage: § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Cloud-Dienste mit Protokollen und Auswertungen sind zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle geeignet.
- Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
- Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
- Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
- Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)
Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.
Regel & Nachweise
Warum: Formulierungen wie „junges Team“ oder fehlendes (m/w/d) sind häufige Auslöser von Entschädigungsforderungen.
Rechtsgrundlage: §§ 1, 7, 11 AGG: Stellenausschreibungen müssen benachteiligungsfrei sein; Entschädigungsansprüche sind binnen zwei Monaten geltend zu machen (§ 15 Abs. 4 AGG).
- Diskriminierungsfreie Stellenausschreibungen (m/w/d)
- Strukturiertes, anonymisierbares Auswahlverfahren
- Beschwerdestelle für Benachteiligungen eingerichtet (§13 AGG)
- Schulung aller Führungskräfte zu AGG-Pflichten
Bei Verstoß: Schadenersatz bis 3 Monatsgehälter bei Nicht-Einstellung wegen Diskriminierung. Zusätzlich Schmerzensgeld bei erheblichem Persönlichkeitsschaden.
Regel & Nachweise
Warum: Bewerbungen dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie Fristen nach dem AGG es rechtfertigen.
- Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
- Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert
Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.
Regel & Nachweise
Warum: Ohne Zustimmung oder Ersetzung durch das Arbeitsgericht darf die Person nicht beschäftigt werden.
Gilt: wenn ein Betriebsrat besteht und das Unternehmen mehr als 20 wahlberechtigte Beschäftigte hat
Rechtsgrundlage: § 99 BetrVG: Zustimmung des Betriebsrats zu jeder Einstellung; er kann binnen einer Woche widersprechen.
- Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
- Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
- Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
- Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)
Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.
Regel & Nachweise
Warum: Fehlende oder verspätete Nachweise sind bußgeldbewehrt.
Rechtsgrundlage: § 2 NachwG: Entgelt, Arbeitszeit und Vertragsparteien spätestens am ersten Arbeitstag, weitere Angaben bis zum siebten Kalendertag, übrige binnen eines Monats; seit 2025 auch in Textform.
- Name und Anschrift der Parteien, Entgelt und Arbeitszeit spätestens am ersten Arbeitstag
- Beginn, Befristung, Arbeitsort, Tätigkeit, Probezeit sowie Regeln zu Abrufarbeit und Überstunden spätestens am siebten Kalendertag
- Übrige Angaben (u. a. Urlaub, Kündigungsverfahren, Hinweise auf Tarifverträge) spätestens nach einem Monat
- Textform seit 2025 möglich, wenn das Dokument speicher- und druckbar ist und der Empfang bestätigt wird; auf Verlangen schriftlich
- In Branchen nach § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (u. a. Bau, Gastronomie) weiterhin schriftlich
Bei Verstoß: Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld bis 2.000 EUR je Verstoß (§ 4 NachwG).
Regel & Nachweise
Warum: Die Meldestelle muss unabhängig, vertraulich und mit festen Fristen arbeiten.
Rechtsgrundlage: HinSchG: interne Meldestelle ab 50 Beschäftigten; Eingangsbestätigung spätestens nach 7 Tagen, Rückmeldung innerhalb von 3 Monaten (§ 17); fehlende Meldestelle ist bußgeldbewehrt.
- Interne Meldestelle eingerichtet — schriftlich, telefonisch, auf Wunsch persönlich
- Eingangsbestätigung binnen 7 Tagen, Rückmeldung binnen 3 Monaten
- Vertraulichkeit der Hinweisgeberidentität gewährleistet
- Fallakten 3 Jahre aufbewahrt
Bei Verstoß: Bußgelder bis 50.000 EUR bei fehlender Meldestelle. Behinderung einer Meldung oder Repressalien bis 500.000 EUR. Plus Schadenersatzpflicht.
Regel & Nachweise
Warum: Meldungen enthalten besonders sensible Daten über Hinweisgeber und Beschuldigte.
- Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
- Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
- Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
- Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert
Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.
Regel & Nachweise
Warum: Externe Meldekanäle verarbeiten die Meldungen in eurem Auftrag.
Gilt: wenn eine externe Plattform oder Ombudsperson genutzt wird
Rechtsgrundlage: Art. 28 DSGVO: Vertrag vor Beginn der Verarbeitung.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Cloud-Provider
- SLA mit Verfügbarkeit, RPO, RTO
- Exit- und Portabilitätsklausel
- Datenlokalisierung und Transfer-Mechanismus (SCC / Adequacy)
Bei Verstoß: Zivilrechtliche Ansprüche bei Datenverlust; Regressansprüche abhängig vom Vertrag. DSGVO-Bußgelder bei Non-Compliance.
Regel & Nachweise
Warum: Verfahrensregeln betreffen die Ordnung im Betrieb.
Gilt: nur wenn ein Betriebsrat besteht
Rechtsgrundlage: Je nach Ausgestaltung (Verhaltensregeln, technische Plattform) können Mitbestimmungsrechte nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 und 6 BetrVG bestehen.
- Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
- Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
- Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
- Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)
Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.
Regel & Nachweise
Warum: Zertifizierungsstellen und Auditoren sind oft Monate im Voraus ausgebucht; ohne festen Termin verschiebt sich das ganze Vorhaben.
Regel & Nachweise
Warum: Gängige Zertifizierungsstandards verlangen interne Audits; offene Abweichungen gefährden die Zertifizierung oder führen zu Nachaudits.
Regel & Nachweise
Warum: Fehlerhafte Etiketten führen zu Rückrufen, und Druckvorlauf kostet Wochen.
Rechtsgrundlage: VO (EU) 1169/2011: Pflichtangaben, hervorgehobene Allergene und Nährwertdeklaration müssen beim Inverkehrbringen vorliegen, im Onlinehandel vor Abschluss des Kaufs.
- Pflichtangaben nach Art. 9 vollständig
- Die 14 Hauptallergene im Zutatenverzeichnis hervorgehoben (Anhang II)
- Nährwertdeklaration (Art. 30)
- Mindestschriftgröße und gute Lesbarkeit (Art. 13)
- Pflichtangaben im Fernabsatz vor Abschluss des Kaufvertrags verfügbar (Art. 14)
Bei Verstoß: Bußgelder nach LFGB und Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung, Abmahnungen durch Wettbewerber, Rücknahme oder Rückruf falsch gekennzeichneter Ware.
Regel & Nachweise
Warum: Neue Rohstoffe und Prozessschritte bringen neue Gefahren und kritische Kontrollpunkte.
Rechtsgrundlage: Art. 5 VO (EG) 852/2004: Das HACCP-Konzept ist bei neuen Produkten, Rezepturen oder Verfahren anzupassen, bevor produziert wird.
- Betrieb bei der zuständigen Behörde registriert, wesentliche Änderungen gemeldet (Art. 6 VO 852/2004)
- HACCP-Konzept: Gefahrenanalyse, kritische Kontrollpunkte, Grenzwerte, Überwachung, Korrekturmaßnahmen, Verifizierung und Dokumentation (Art. 5)
- Hygieneschulungen nachweisbar, Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz vor der ersten Tätigkeit
- Rückverfolgbarkeit eine Stufe vor und eine zurück (Art. 18 VO 178/2002)
- Reinigungs- und Schädlingsbekämpfungsplan
Bei Verstoß: Bußgelder und Strafen nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB), behördliche Anordnungen bis zur Betriebsschließung, Rückrufe.
Regel & Nachweise
Warum: Die Behörde muss jederzeit wissen, wo was hergestellt wird.
Gilt: wenn eine neue Betriebsstätte genutzt wird oder sich die Tätigkeit wesentlich ändert
Rechtsgrundlage: Art. 6 VO (EG) 852/2004: Betriebe und wesentliche Änderungen der Tätigkeit sind der zuständigen Lebensmittelüberwachung zu melden.
- Betrieb bei der zuständigen Behörde registriert, wesentliche Änderungen gemeldet (Art. 6 VO 852/2004)
- HACCP-Konzept: Gefahrenanalyse, kritische Kontrollpunkte, Grenzwerte, Überwachung, Korrekturmaßnahmen, Verifizierung und Dokumentation (Art. 5)
- Hygieneschulungen nachweisbar, Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz vor der ersten Tätigkeit
- Rückverfolgbarkeit eine Stufe vor und eine zurück (Art. 18 VO 178/2002)
- Reinigungs- und Schädlingsbekämpfungsplan
Bei Verstoß: Bußgelder und Strafen nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB), behördliche Anordnungen bis zur Betriebsschließung, Rückrufe.
Regel & Nachweise
Warum: Ohne Registrierung besteht ein Vertriebsverbot.
Gilt: wenn das Produkt verpackt an private Endverbraucher geht
Rechtsgrundlage: VerpackG: Registrierung im Verpackungsregister LUCID und Systembeteiligung vor dem ersten Inverkehrbringen.
- Registrierung im Verpackungsregister LUCID vor dem Inverkehrbringen
- Systembeteiligung (Lizenzierung) systembeteiligungspflichtiger Verkaufsverpackungen bei einem dualen System
- Datengleiche Mengenmeldung an LUCID und das duale System
- Vollständigkeitserklärung bei Überschreiten der gesetzlichen Mengenschwellen
- Beachtung von Rücknahme- und Pfandpflichten (z. B. Einwegpfand)
Bei Verstoß: Verkaufs- und Vertriebsverbot bei Nichtregistrierung. Bußgelder bis 200.000 EUR.
Werkzeuge für interne Projekte
Häufige Fragen
Was ist ein internes Projekt?
Ein Vorhaben, das ein Unternehmen für sich selbst umsetzt, ohne externen Kunden. Beispiele sind die Einführung neuer Software, ein Umzug, eine Zertifizierung oder eine neue Produktlinie.
Wer sollte ein internes Projekt leiten?
Eine benannte Person mit genug Zeit und Entscheidungsrückhalt der Geschäftsführung. Ohne klare Projektleitung bleiben Entscheidungen liegen; das Projekt läuft dann nur nebenher.
Brauchen interne Projekte ein eigenes Budget?
Ja. Auch wenn vor allem interne Stunden anfallen, sollten externe Leistungen, Lizenzen und ein Puffer geplant und Ist-Kosten nachgehalten werden, sonst fallen Abweichungen zu spät auf.
Wann muss der Betriebsrat beteiligt werden?
Wenn ein Betriebsrat besteht, unter anderem bei technischen Einrichtungen, die Verhalten oder Leistung überwachen können (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG), bei Betriebsänderungen wie Verlegungen (§ 111 BetrVG) und bei Einstellungen (§ 99 BetrVG). Rechtzeitig heißt: bevor Entscheidungen feststehen.
Wie plane ich ein internes Projekt mit KI?
Beschreibe das Vorhaben in einem Satz. PathHub AI erstellt daraus Phasen, Aufgaben mit Verantwortlichen, Zeitplan, Budgetrahmen, Risiken, Beteiligte und die Pflichten mit Vorlauf. Ausprobieren geht ohne Anmeldung.
Welches Vorhaben steht bei euch an?
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