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Beispiel-Projektplan

Projektplan für die Einführung einer Zeiterfassung

Seit dem BAG-Urteil zur Arbeitszeiterfassung führen viele Unternehmen eine Zeiterfassung ein. Der Knackpunkt ist selten das Tool, sondern Betriebsrat, Datenschutz und die Akzeptanz in Produktion und Verwaltung. Dieser Plan zeigt eine Einführung für 80 Mitarbeitende.

Ohne Anmeldung · öffnet sofort · 13 Wochen · 6 Phasen · 39 Aufgaben · Budget ca. 49.000 €

So sieht der Plan in PathHub aus — klick dich durch die Reiter oder hake Aufgaben ab.

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Beispielplan

Einführung einer neuen Zeiterfassung für 80 Mitarbeitende in Produktion und Verwaltung

Das Projekt führt für Produktion und Verwaltung ein neues elektronisches Zeiterfassungssystem ein. Dabei werden Arbeitszeitmodelle, Schicht- und Pausenregeln sowie Genehmigungsprozesse fachlich und technisch sauber abgebildet. Zusätzlich sind Betriebsratsbeteiligung, Datenschutzanforderungen und eine mögliche Anbindung an die Entgeltabrechnung zu berücksichtigen. Ziel ist eine praxistaugliche, rechtssichere und von den Mitarbeitenden akzeptierte Lösung.

Gesamtfortschritt0%
13Wochen
0/6Phasen
0/39Aufgaben
49.000 €Budget
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Phasen

1

Phase 1: Projektinitialisierung und Ist-Aufnahme

Ausstehend · 1W · 0/4
Projektleitung HR-Digitalisierung
0

Diese Phase schafft ein gemeinsames Projektverständnis und erfasst die bestehenden Arbeitszeit-, Schicht- und Genehmigungsprozesse in Produktion und Verwaltung. Die Ergebnisse bilden die verbindliche Grundlage für die spätere Systemauswahl und Regelkonfiguration.

Timeline

Timeline 6 PhasenStart: 01.10.2026
Phase / Aufgabe
Okt 2026
Nov 2026
Dez 2026
KW 101.10
KW 315.10
KW 529.10
KW 712.11
KW 926.11
KW 1110.12
KW 1324.12
Projektinitialisierung und Ist-Aufnahme01.10. – 07.10. · 1 Wo. · 0/4
Projektinitialisierung und Ist-Aufnahme
Anforderungs-, Prozess- und Compliance-Konzeption08.10. – 28.10. · 3 Wo. · 0/7
Anforderungs-, Prozess- und Compliance-Konzeption
Lösungsentscheidung und Zielkonzept29.10. – 11.11. · 2 Wo. · 0/5
Lösungsentscheidung und Zielkonzept
Einrichtung, Integration und Test12.11. – 02.12. · 3 Wo. · 0/10
Einrichtung, Integration und Test
Pilotbetrieb und Schulungsvorbereitung03.12. – 16.12. · 2 Wo. · 0/6
Pilotbetrieb und Schulungsvorbereitung
Rollout, Schulung und Stabilisierung17.12. – 30.12. · 2 Wo. · 0/7
Rollout, Schulung und Stabilisierung
GeplantIn ArbeitAbgeschlossenBlockiertMeilensteine

Budget

Budget: 49.000 €
Personal (intern) · 18.200 €Software & Infrastruktur · 11.800 €Externe Dienstleister · 11.300 €Schulung, Kommunikation & Rollout · 7.700 €
Personal (intern)18.200 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Projektleitung HR-Digitalisierung9 Personentage900 €8.100 €
HR- und Entgeltabrechnungskonzeption7 Personentage650 €4.550 €
IT-Systemadministration und Berechtigungskonzept4 Personentage750 €3.000 €
Produktionskoordination und Key-User-Unterstützung5 Personentage510 €2.550 €
Software & Infrastruktur11.800 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
SaaS-Lizenzen für elektronische Zeiterfassung80 Benutzer/Jahr90 €7.200 €
Stationäre Zeiterfassungsterminals für Produktionsbereiche2 Stück1.800 €3.600 €
Einrichtung und technische Inbetriebnahme der Erfassungsgeräte1 Pauschal1.000 €1.000 €
Externe Dienstleister11.300 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Konfiguration von Arbeitszeit-, Schicht- und Pausenregeln6 Personentage950 €5.700 €
Integration in HR- oder Entgeltabrechnungssystem3 Personentage900 €2.700 €
Datenschutz-, Betriebsrats- und arbeitsrechtliche Beratung2 Personentage1.450 €2.900 €
Schulung, Kommunikation & Rollout7.700 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Erstellung von Schulungs- und Kommunikationsunterlagen2 Personentage750 €1.500 €
Schulung der Führungskräfte und Schichtverantwortlichen2 Personentage800 €1.600 €
Mitarbeitendenschulungen für Produktion und Verwaltung4 Personentage800 €3.200 €
Pilot- und Rolloutbegleitung vor Ort bzw. per Remote-Support2 Personentage700 €1.400 €

Risiken

Hoch

Verzögerte Betriebsratsvereinbarung

Wenn bis Ende der Woche 4 keine belastbare Regelungsgrundlage zu Erfassungszweck, Zugriffen, Auswertungen, Korrekturen und Speicherfristen vorliegt, kann die Einführung wegen ungeklärter Mitbestimmungsrechte nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG nicht freigegeben werden.

Gegenmaßnahme: Personalwesen und Projektleitung führen ab Woche 2 wöchentliche Abstimmungen mit dem Betriebsrat, erstellen bis Ende Woche 3 einen Entwurf der Betriebsvereinbarung und legen offene Punkte spätestens in Woche 4 der Geschäftsführung zur Entscheidung vor; kein Pilot- oder Go-live-Start ohne dokumentierte Einigung zu den Nutzungsregeln.
Hoch

Fehlerhafte Abbildung von Arbeitszeit-, Schicht- und Pausenregeln

Wenn Arbeitszeitmodelle, Schichtwechsel, Pausen, Zuschläge, Rundungen oder Genehmigungsprozesse bis zum Ende der Anforderungskonzeption nicht vollständig erhoben werden oder die Testfälle in Woche 9 Abweichungen zeigen, können Zeitkonten, Zuschläge und arbeitszeitrechtliche Auswertungen falsch sein.

Gegenmaßnahme: Personalwesen, Entgeltabrechnung und Produktionsleitung erstellen bis Ende Woche 4 einen verbindlichen Regelkatalog; der Implementierungspartner konfiguriert ihn bis Woche 8 und testet ihn in Woche 9 mit repräsentativen Produktions-, Verwaltungs-, Nacht-, Wochenend- und Korrekturfällen; fachliche Freigabe durch Personalwesen und Produktionsleitung vor dem Pilotbetrieb.
Hoch

Fehlerhafte Entgeltabrechnungsschnittstelle und Budgetüberschreitung

Wenn Stammdaten, Zeitarten oder Übergaberegeln bis Ende Woche 6 nicht eindeutig festgelegt sind oder die Schnittstelle in Woche 9 keine fehlerfreie Abstimmung zwischen Zeitkonten und Entgeltabrechnung ermöglicht, können falsche Vergütungen, manuelle Korrekturen und zusätzliche Implementierungskosten entstehen.

Gegenmaßnahme: IT, Entgeltabrechnung und Implementierungspartner definieren bis Ende Woche 6 ein verbindliches Schnittstellenkonzept einschließlich Fehlerbehandlung; bis Ende Woche 9 erfolgen mindestens zwei Testläufe mit realistischen Daten und einer Differenzabstimmung; die Projektleitung reserviert den Budgetpuffer von 12 Prozent und hält für den ersten Abrechnungslauf einen dokumentierten manuellen Fallback bereit.
Hoch

Datenschutz- oder Mitbestimmungsverstoß durch unzulässige Auswertungen

Wenn das System individuelle Leistungs- oder Verhaltensprofile, übermäßige Standortdaten oder nicht erforderliche Detailauswertungen ermöglicht und dies bis zur Lösungsfreigabe in Woche 6 nicht eingeschränkt wird, drohen Beschwerden, Nachbesserungen, Vertrauensverlust und ein verzögerter Go-live.

Gegenmaßnahme: Die oder der Datenschutzbeauftragte prüft gemeinsam mit Personalwesen, IT und Betriebsrat bis Ende Woche 5 Zweckbindung, Datenminimierung, Speicherfristen, Rollenmodell und Auswertungen; IT deaktiviert nicht erforderliche Überwachungsfunktionen und setzt rollenbasierte Zugriffe bis Ende Woche 9 um; die Freigabe erfolgt erst nach dokumentierter Datenschutz- und Betriebsratsprüfung.
Mittel

Geringe Akzeptanz und fehlerhafte Bedienung

Wenn im Pilotbetrieb bis Ende Woche 11 mehr als 10 Prozent der Buchungen fehlen, fehlerhaft korrigiert werden oder wiederholt Rückfragen zu Schicht- und Pausenbuchungen auftreten, kann der Rollout zu erhöhtem Korrekturaufwand, Umgehungslösungen und unvollständigen Zeitdaten führen.

Gegenmaßnahme: Projektleitung, Key User und Schichtverantwortliche werten die Pilotfehler in Woche 10 und 11 aus, überarbeiten die Schulungsunterlagen bis Ende Woche 11 und führen vor dem Rollout verpflichtende Kurzschulungen für Mitarbeitende und Führungskräfte durch; Personalwesen richtet für die ersten vier Wochen nach Go-live einen zentralen Support- und Korrekturprozess ein.
Mittel

Ausfall von Erfassungsgeräten oder Netzwerkanbindung

Wenn ein Erfassungsterminal oder die Netzwerkanbindung in einem Produktionsbereich während des Piloten oder im Go-live länger als 30 Minuten ausfällt und bis Ende Woche 11 kein geprüfter Ersatzprozess existiert, können Arbeitszeiten nicht vollständig oder nicht zeitnah erfasst werden.

Gegenmaßnahme: IT und Produktionsleitung testen bis Ende Woche 11 Ersatzgerät, Offline- oder manuelle Notbuchung sowie nachträgliche Übernahme; der Implementierungspartner dokumentiert eine Störungs- und Wiederanlaufprozedur, und die Produktionsleitung benennt je Schicht eine verantwortliche Person für die Nachpflege von Ausfallbuchungen.

Stakeholder

GO

Geschäftsführung oder Projektauftraggeber

Gibt Budget, Zielbild und Go-live frei und entscheidet bei grundsätzlichen Zielkonflikten

Einbinden: Ab Phase 1
PU

Personalwesen und Entgeltabrechnung

Definiert Arbeitszeitregeln, Abrechnungsanforderungen und Auswertungen

Einbinden: Ab Phase 1
B

Betriebsrat

Prüft Mitbestimmung, Überwachungs- und Datenschutzaspekte und stimmt der Einführung sowie den Nutzungsregeln zu

Einbinden: Ab Phase 2
PU

Produktionsleitung und Schichtverantwortliche

Legen Schichtmodelle, Erfassungsorte, Korrektur- und Genehmigungsprozesse fest

Einbinden: Ab Phase 1
LD

Leitungen der Verwaltungsbereiche und Key User

Vertreten die Anforderungen der Verwaltung und unterstützen Pilotierung und fachliche Abnahme

Einbinden: Ab Phase 2
IS

IT-Systemadministration

Bewertet Schnittstellen, Identitäts- und Berechtigungskonzepte, Geräte, Support und technischen Betrieb

Einbinden: Ab Phase 1
DO

Datenschutzbeauftragte oder Datenschutzbeauftragter

Prüft Datenminimierung, Speicherfristen, Auswertungen, Zugriffskontrollen und die Vermeidung unzulässiger Verhaltenskontrolle

Einbinden: Ab Phase 2
SU

Softwareanbieter und Implementierungspartner

Liefert die Lösung, konfiguriert Regeln und Schnittstellen und unterstützt Tests, Schulung und Fehlerbehebung

Einbinden: Ab Phase 3

Compliance

Pflicht

Arbeitszeiterfassung nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG in Verbindung mit dem Arbeitszeitgesetz: Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit sowie Pausen, Ruhezeiten, Schicht- und Wochenendregelungen müssen korrekt erfasst und auswertbar sein.

Personalwesen, Produktionsleitung, Entgeltabrechnung und Implementierungspartner Konzeption in Woche 2–4, Umsetzung und Test in Woche 7–9, laufend im Betrieb
Pflicht

Beteiligung des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG einschließlich Regelung von Erfassungszweck, Zugriffen, Korrekturen, Auswertungen, Speicherfristen und Änderungen am System in einer Betriebsvereinbarung.

Personalwesen, Projektleitung und Betriebsrat Abstimmung in Woche 2–6, vor Pilot und Go-live verbindlich abzuschließen
Pflicht

Datenschutzkonzept nach DSGVO und § 26 BDSG mit Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Datenminimierung, transparenter Information der Beschäftigten, Speicher- und Löschfristen sowie Verfahren für Betroffenenrechte.

Datenschutzbeauftragte oder Datenschutzbeauftragter, Personalwesen und IT Prüfung in Woche 2–6, danach laufende Überwachung
Pflicht

Prüfung, ob wegen systematischer Überwachung oder umfangreicher Verarbeitung von Beschäftigtendaten eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO erforderlich ist; bei Erforderlichkeit Durchführung vor dem produktiven Einsatz.

Datenschutzbeauftragte oder Datenschutzbeauftragter Prüfung in Woche 2–5, Abschluss vor der Lösungs- und Go-live-Freigabe
Pflicht

Abschluss einer Auftragsverarbeitungsvereinbarung nach Art. 28 DSGVO mit dem Softwareanbieter, sofern dieser Beschäftigtendaten im Auftrag verarbeitet; einschließlich Unterauftragnehmern, Löschung oder Rückgabe der Daten und Nachweispflichten.

IT, Einkauf, Datenschutzbeauftragte oder Datenschutzbeauftragter Prüfung und Vertragsabschluss in Woche 5–6, vor Übertragung von Echtdaten
Pflicht

Umsetzung angemessener technischer und organisatorischer Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO: rollenbasierte Berechtigungen, Zugriffsschutz, Protokollierung, Datensicherung, Übertragungssicherheit und regelmäßige Berechtigungsprüfung.

IT-Systemadministration und Softwareanbieter Konzeption in Woche 3–6, Umsetzung und Test in Woche 7–9, laufend im Betrieb
Optional

Nachweisbare Prüfung der Zeitdaten vor der Entgeltabrechnung einschließlich nachvollziehbarer Korrektur-, Freigabe- und Änderungsprozesse sowie dokumentierter Abstimmung zwischen Zeiterfassung und Abrechnung.

Entgeltabrechnung, Personalwesen und Führungskräfte Prozessdefinition in Woche 2–4, Tests in Woche 7–9, erster Kontrolllauf in Woche 13 und danach laufend
Optional

Schulung der Mitarbeitenden und Führungskräfte zu korrekter Buchung, Korrekturanträgen, Pausen, Schichtwechseln, Datenschutz und Verhalten bei Systemausfällen; Bereitstellung einer verständlichen Arbeitsanweisung.

Projektleitung, Personalwesen, Produktionsleitung und Key User Vorbereitung in Woche 10–11, Durchführung in Woche 12–13, Auffrischung bei Regeländerungen

Meilensteine

  1. Woche 1

    Abgestimmter Projektauftrag und freigegebene Ist-Aufnahme für Arbeitszeitprozesse, Technik und organisatorische Rahmenbedingungen

    Voraussetzung: Projektinitialisierung und Ist-Aufnahme
  2. Woche 4

    Freigegebener Anforderungskatalog einschließlich Soll-Prozessen, Datenschutzvorgaben und abgestimmter Grundlage für die Betriebsvereinbarung

    Voraussetzung: Anforderungs-, Prozess- und Compliance-Konzeption
  3. Woche 6

    Freigegebene Zeiterfassungslösung mit Zielarchitektur, Geräte- und Berechtigungskonzept sowie beauftragtem Implementierungspartner

    Voraussetzung: Lösungsentscheidung und Zielkonzept
  4. Woche 9

    Erfolgreich getestete Systemkonfiguration mit geprüfter Abrechnungsschnittstelle, dokumentierten Testergebnissen und fachlicher Freigabe für den Pilotbetrieb

    Voraussetzung: Einrichtung, Integration und Test
  5. Woche 11

    Abgeschlossener Pilot mit behobenen kritischen Abweichungen, freigegebenem Rolloutkonzept und fertigen Schulungs- und Supportunterlagen

    Voraussetzung: Pilotbetrieb und Schulungsvorbereitung
  6. Woche 13

    Produktiver Betrieb für alle 80 Mitarbeitenden mit abgeschlossenem ersten Abrechnungsdatenlauf, dokumentierter Betriebsübergabe und freigegebener Stabilisierungsergebnisprüfung

    Voraussetzung: Rollout, Schulung und Stabilisierung

So ist dieser Plan entstanden

Dieser Plan wurde von PathHub AI aus einer einzigen Beschreibung erstellt: „Einführung einer neuen Zeiterfassung für 80 Mitarbeitende in Produktion und Verwaltung, inklusive Abstimmung mit dem Betriebsrat und Schulung.“ — ohne Unternehmenskontext. Mit deinen Abteilungen, Freigabeprozessen und Compliance-Vorgaben wird er deutlich genauer.

Pflichten

Pflichten mit Vorlauf: Daran denken viele zu spät

Diese Pflichten löst die Einführung einer Zeiterfassung typischerweise aus (Beispiel Deutschland). PathHub AI plant sie mit Vorlauf ein, warnt bei zu knappem Zeitplan und zeigt unter „Regel & Nachweise“ die Regel mit Kriterien, die du abhakst und mit Nachweisen belegst. Keine Rechtsberatung.

Erfassungsregeln für Beginn, Ende, Pausen und Mehrarbeit festlegen, auch für mobile Arbeit (ArbZG, BAG 1 ABR 22/21)
Pflicht 2–4 Wochen vor dem Go-livegesetzlich
Regel & Nachweise

Warum: Das System muss die gesetzlichen Höchstarbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten abbilden.

Rechtsgrundlage: Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13.09.2022 (1 ABR 22/21) besteht eine Pflicht zur systematischen Arbeitszeiterfassung; Mehrarbeit über 8 Stunden ist nach § 16 Abs. 2 ArbZG aufzuzeichnen und zwei Jahre aufzubewahren.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
Arbeitszeitgesetz und ZeiterfassungArbZG; ArbSchG § 3 (Zeiterfassung)
Kriterien
  • Höchstarbeitszeit 8 Stunden werktäglich, bis 10 Stunden mit Ausgleich innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen (§ 3 ArbZG)
  • Ruhepausen: 30 Minuten ab 6 Stunden, 45 Minuten ab 9 Stunden (§ 4)
  • Ruhezeit von mindestens 11 Stunden nach Arbeitsende (§ 5)
  • Systematische Erfassung von Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit (BAG, 1 ABR 22/21)
  • Aufzeichnung der über 8 Stunden hinausgehenden Arbeitszeit, Aufbewahrung mindestens zwei Jahre (§ 16 Abs. 2)

Bei Verstoß: Ordnungswidrigkeiten nach § 22 ArbZG mit Bußgeld bis 30.000 EUR; vorsätzliche Verstöße, die die Gesundheit gefährden, sind nach § 23 ArbZG strafbar.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Betriebsvereinbarung zur Zeiterfassung mit dem Betriebsrat abschließen
Wichtig 6–12 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: Zeiterfassung ist eine technische Einrichtung, die Leistung und Verhalten abbilden kann.

Gilt: nur wenn ein Betriebsrat besteht

Rechtsgrundlage: § 87 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei Lage der Arbeitszeit und bei technischen Einrichtungen zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
Kriterien
  • Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
  • Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
  • Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
  • Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)

Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Datenschutz für Beschäftigtendaten klären: Zweck, Zugriffsrechte, Löschfristen, ggf. Datenschutz-Folgenabschätzung
Pflicht 2–4 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: Zeiterfassung verarbeitet dauerhaft personenbezogene Daten aller Beschäftigten.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPREU 2016/679
Kriterien
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Alle typischen Vorhaben und ihre Pflichten: Interne Projekte planen

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Einführung einer Zeiterfassung?
Im Beispielplan dauert die Einführung einer Zeiterfassung 13 Wochen in 6 Phasen. Die tatsächliche Dauer hängt von Unternehmensgröße, Ausgangslage und verfügbaren Ressourcen ab — mit deinem Unternehmenskontext passt PathHub den Zeitplan entsprechend an.
Was kostet die Einführung einer Zeiterfassung?
Der Beispielplan kalkuliert rund 49.000 €, aufgeteilt auf 14 Budgetpositionen mit Menge und Einzelpreis. Die größten Posten sind Personal (intern), Software & Infrastruktur. Es handelt sich um eine KI-Schätzung als Ausgangspunkt, nicht um ein Angebot.
Welche Risiken gibt es bei die Einführung einer Zeiterfassung?
Der Plan nennt 6 Risiken mit Gegenmaßnahmen. Am höchsten bewertet sind: Verzögerte Betriebsratsvereinbarung; Fehlerhafte Abbildung von Arbeitszeit-, Schicht- und Pausenregeln; Fehlerhafte Entgeltabrechnungsschnittstelle und Budgetüberschreitung.
Wer muss bei die Einführung einer Zeiterfassung beteiligt werden?
Der Plan sieht unter anderem diese Beteiligten vor: Geschäftsführung oder Projektauftraggeber, Personalwesen und Entgeltabrechnung, Betriebsrat, Produktionsleitung und Schichtverantwortliche, Leitungen der Verwaltungsbereiche und Key User, IT-Systemadministration. Für jede Rolle ist angegeben, warum und ab wann sie einzubeziehen ist.
Kann ich den Plan an mein Unternehmen anpassen?
Ja. Öffne den Plan ohne Anmeldung in PathHub, passe Phasen und Aufgaben an oder beschreibe dein eigenes Vorhaben — mit Unternehmenskontext (Abteilungen, Freigabeprozesse, Betriebsrat, Compliance-Vorgaben) wird jeder weitere Plan genauer.

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