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Beispiel-Projektplan

Projektplan für eine ERP-Einführung

Eine ERP-Einführung verändert Einkauf, Fertigung, Lager und Buchhaltung gleichzeitig — sie scheitert selten an der Software, sondern an Stammdaten, Prozessen und fehlender Zeit der Key-User. Dieser Plan zeigt die Einführung in einem Maschinenbauunternehmen mit zwei Standorten, von der Anforderungsaufnahme bis zum Go-live.

Ohne Anmeldung · öffnet sofort · 29 Wochen · 10 Phasen · 71 Aufgaben · Budget ca. 400.000 €

So sieht der Plan in PathHub aus — klick dich durch die Reiter oder hake Aufgaben ab.

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Beispielplan

Einführung eines integrierten Produktions-ERP-Systems mit Ablösung eines Legacy-Fertigungssystems, Excel-Konsolidierung und standortübergreifendem Rollout

Das Projekt führt ein neues ERP-System für Produktionsplanung, Materialwirtschaft, Lager und Finanzübergaben ein. Es ersetzt ein altes Fertigungssystem sowie zahlreiche Excel-Insellösungen und schafft ein einheitliches, standortübergreifendes Prozess- und Datenmodell. Besonderer Fokus liegt auf der sauberen Migration von Stammdaten und offenen Vorgängen, der Integration mit DATEV sowie der Einführung von Barcode-gestützten Lagerprozessen. Der Produktivstart ist innerhalb von neun Monaten vorgesehen und erfordert daher eine straffe Steuerung und frühzeitige Einbindung der Schlüsselanwender.

Gesamtfortschritt0%
29Wochen
0/10Phasen
0/71Aufgaben
400.000 €Budget
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Phasen

1

Phase 1: Projektinitiierung und Governance

Ausstehend · 2W · 0/4
Interne Projektleitung
0

Die organisatorischen, fachlichen und technischen Rahmenbedingungen des ERP-Projekts werden verbindlich festgelegt. Dadurch werden Entscheidungswege, Projektumfang und Ressourcen frühzeitig abgesichert, damit der ambitionierte Go-live-Termin steuerbar bleibt.

Timeline

Timeline 10 PhasenStart: 02.10.2026
Phase / Aufgabe
Okt 2026
Nov 2026
Dez 2026
Jan 2027
Feb 2027
Mär 2027
Apr 2027
KW 102.10
KW 423.10
KW 713.11
KW 1004.12
KW 1325.12
KW 1615.01
KW 1905.02
KW 2226.02
KW 2519.03
KW 2809.04
Projektinitiierung und Governance02.10. – 15.10. · 2 Wo. · 0/4
Projektinitiierung und Governance
Lösungsvalidierung und Detailanforderungen16.10. – 05.11. · 3 Wo. · 0/6
Lösungsvalidierung und Detailanforderungen
Sollprozesse und ERP-Zielbild06.11. – 10.12. · 5 Wo. · 0/9
Sollprozesse und ERP-Zielbild
Technische Architektur und Integrationskonzept13.11. – 03.12. · 3 Wo. · 0/6
Technische Architektur und Integrationskonzept
Konfiguration, Erweiterungen und Rollen27.11. – 14.01. · 7 Wo. · 0/12
Konfiguration, Erweiterungen und Rollen
Stammdatenbereinigung und Datenmigration04.12. – 07.01. · 5 Wo. · 0/8
Stammdatenbereinigung und Datenmigration
Barcode-Lager und Produktionspilot15.01. – 11.02. · 4 Wo. · 0/7
Barcode-Lager und Produktionspilot
Integrierte Tests und Abnahme12.02. – 11.03. · 4 Wo. · 0/8
Integrierte Tests und Abnahme
Schulung, Cutover und Produktivstartvorbereitung12.03. – 01.04. · 3 Wo. · 0/6
Schulung, Cutover und Produktivstartvorbereitung
Produktivstart und Stabilisierungsphase02.04. – 22.04. · 3 Wo. · 0/5
Produktivstart und Stabilisierungsphase
GeplantIn ArbeitAbgeschlossenBlockiertMeilensteine

Budget

Budget: 400.000 €
Externe Einführung und Projektsteuerung · 160.000 €ERP-Software und Lizenzen · 81.000 €Datenmigration und Schnittstellen · 64.250 €Tests, Schulungen und Veränderungsbegleitung · 49.750 €Barcode-Lager und technische Infrastruktur · 45.000 €
Externe Einführung und Projektsteuerung160.000 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Externe Projektleitung und Steuerung25 Personentage900 €22.500 €
ERP-Lösungsarchitektur und Fit-Gap-Analyse30 Personentage1.150 €34.500 €
Prozessberatung PPS, Materialwirtschaft und Einkauf30 Personentage1.100 €33.000 €
ERP-Konfiguration und notwendige Erweiterungen45 Personentage900 €40.500 €
Rollen-, Berechtigungs- und Sicherheitskonzept10 Personentage950 €9.500 €
Technische Test-, Go-live- und Stabilisierungsunterstützung20 Personentage1.000 €20.000 €
ERP-Software und Lizenzen81.000 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
ERP-Kernmodule für PPS, Einkauf, Lager und Materialwirtschaft1 Pauschal65.000 €65.000 €
Test-, Schulungs- und Administrationsumgebung1 Pauschal8.000 €8.000 €
Barcode- und Mobile-Client-Lizenzen8 Stück1.000 €8.000 €
Datenmigration und Schnittstellen64.250 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Migrationskonzept, Datenmapping und ETL-Vorbereitung18 Personentage950 €17.100 €
Datenqualitätsprüfung und Bereinigung von Artikeln, Stücklisten und Arbeitsplänen15 Personentage850 €12.750 €
Migrationsprobeläufe, Bestandsabgleich und Cutover-Migration12 Personentage950 €11.400 €
DATEV-Schnittstelle einschließlich Kontierungslogik und Übergabetests20 Personentage1.150 €23.000 €
Tests, Schulungen und Veränderungsbegleitung49.750 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Planung und Koordination integrierter End-to-End-Tests10 Personentage950 €9.500 €
Konzeption und Durchführung der Key-User-Schulungen16 Personentage950 €15.200 €
Durchführung rollenbezogener Endanwenderschulungen20 Personentage750 €15.000 €
Erstellung von Arbeitsanweisungen und Prozessdokumentation8 Personentage850 €6.800 €
Kommunikations- und Akzeptanzmaßnahmen einschließlich Floorwalking-Vorbereitung5 Personentage650 €3.250 €
Barcode-Lager und technische Infrastruktur45.000 €
PositionMengeEinzelpreisGesamt
Industrielle Barcode-Handscanner für beide Standorte16 Stück1.200 €19.200 €
Etikettendrucker für Lager und Produktion4 Stück900 €3.600 €
Erstbestand Etiketten, Farbbänder und Verbrauchsmaterial1 Pauschal2.500 €2.500 €
WLAN-Ausleuchtung, Funkmessung und Optimierung der Lagerbereiche8 Personentage950 €7.600 €
Einrichtung von Datenablage, Backup und technischer Betriebsumgebung10 Personentage900 €9.000 €
Netzwerkkomponenten und Montagezubehör für Barcode-Arbeitsplätze1 Pauschal3.100 €3.100 €

Risiken

Hoch

Unvollständige Anforderungen und unkontrollierte Individualisierung

Wenn die Fit-Gap-Matrix bis Ende Woche 5 nicht verbindlich abgenommen ist oder ab Woche 9 zusätzliche Sonderwünsche ohne Bewertung in die Konfiguration aufgenommen werden, steigen Aufwand, Budget und Abnahmerisiko erheblich.

Gegenmaßnahme: Die interne Projektleitung richtet mit Geschäftsführung, Fachbereichen und Einführungspartner bis Woche 5 ein verbindliches Scope- und Change-Request-Verfahren ein; Änderungen werden ab Woche 6 wöchentlich hinsichtlich Nutzen, Kosten und Terminwirkung entschieden.
Hoch

Unzureichende Stammdatenqualität und fehlerhafte Migration

Wenn bis Woche 10 keine Datenverantwortlichen für Artikel, Stücklisten, Arbeitspläne, Lieferanten, Kunden und Bestände benannt sind oder der Migrationsprobelauf in Woche 14 wesentliche Dubletten und fehlerhafte Bestände zeigt, entstehen falsche Dispositionen und Produktionsaufträge.

Gegenmaßnahme: Projektleitung und ERP-Anbieter definieren bis Woche 10 verbindliche Datenregeln, bereinigen die Daten mit den Fachbereichsverantwortlichen und führen bis Woche 14 mindestens einen vollständigen Probelauf mit Bestands- und Belegabgleich durch.
Hoch

Fehlerhafte Produktions- und Materialbedarfsplanung

Wenn Stücklisten, Arbeitspläne, Durchlaufzeiten, Kapazitäten, Losgrößen oder Dispositionsparameter nicht anhand repräsentativer Fertigungsaufträge validiert werden, erzeugt das ERP ab dem Pilotbetrieb Fehlteile, Überbestände oder unrealistische Liefertermine.

Gegenmaßnahme: Produktionsleitung und Produktionsplanung validieren bis Woche 10 die Planungsparameter und testen in den Wochen 16 bis 19 mindestens 20 repräsentative Fertigungsabläufe; die Fachbereichsfreigabe erfolgt vor Beginn der integrierten Tests in Woche 20.
Hoch

Fehlerhafte DATEV-Schnittstelle und steuerliche Übergaben

Wenn Kontierungen, Steuerkennzeichen, Kostenstellen und Übergaberegeln bis Woche 9 nicht festgelegt sind oder die End-to-End-Abstimmung in den Wochen 20 bis 23 Differenzen zwischen ERP und DATEV zeigt, entstehen fehlerhafte Buchungen und steuerliche Nacharbeiten.

Gegenmaßnahme: Finanzbuchhaltung, DATEV-Verantwortliche und Einführungspartner erstellen bis Woche 9 das Mapping und führen in den Wochen 20 bis 23 vollständige Testbuchungen einschließlich Abstimmung, Fehlerkorrektur und dokumentierter Freigabe durch.
Hoch

Instabile Barcode-, Geräte- und Netzwerkinfrastruktur

Wenn die Funkabdeckung, Endgeräte, Etikettendrucker oder Netzwerkanbindungen an einem der beiden Standorte im Pilotbetrieb ab Woche 16 nicht stabil funktionieren, werden Wareneingang, Kommissionierung, Inventur und Produktionsrückmeldungen unterbrochen.

Gegenmaßnahme: IT-Leitung und Lagerleitung führen vor Woche 16 einen Standort- und Funkcheck durch, testen Ersatzgeräte und Drucker und dokumentieren bis Woche 19 verbindliche Offline-, Papier- und Nachbuchungsverfahren.
Hoch

Geringe Akzeptanz und Fortführung von Excel-Schattenprozessen

Wenn Schlüsselanwender verspätet eingebunden werden, die Schulungsquote bis Ende Woche 26 unter 95 Prozent liegt oder Excel-Listen nicht verbindlich abgelöst werden, bleiben Bestände und Auftragsinformationen widersprüchlich.

Gegenmaßnahme: Fachbereichsverantwortliche benennen bis Woche 5 je Standort Schlüsselanwender, führen rollenbezogene Schulungen und Übungen in den Wochen 24 bis 26 durch und legen zum Go-live verbindlich fest, welche Excel-Prozesse abgeschaltet und durch ERP-Buchungen ersetzt werden.
Hoch

Fehlerhafter Bestands- und Transaktionsübergang beim Produktivstart

Wenn die Generalprobe bis Ende Woche 26 nicht vollständig erfolgreich ist oder Lagerbestände, offene Bestellungen und laufende Fertigungsaufträge beim Cutover nicht abgestimmt sind, wird der Produktions- und Materialfluss unmittelbar gestört.

Gegenmaßnahme: Interne Projektleitung, Lagerleitung, Produktion und Finanzbuchhaltung führen vor Woche 27 eine vollständige Bestandsaufnahme, einen Cutover-Probelauf und einen dokumentierten Go-/No-Go-Entscheid durch; ein Rückfall- und Notfallverfahren wird vor dem Produktivstart freigegeben.
Hoch

Unzureichendes Berechtigungs-, Datenschutz- und Betriebskonzept

Wenn Rollen, Funktionstrennungen, Protokollierung, Datensicherung und Datenschutzprüfung nicht vor der Benutzeranlage und dem integrierten Test abgeschlossen sind, erhalten Anwender unzulässige Zugriffe oder steuerlich und datenschutzrechtlich relevante Vorgänge sind nicht ausreichend nachvollziehbar.

Gegenmaßnahme: IT-Leitung, Datenschutzbeauftragte/r und Finanzbuchhaltung erstellen bis Woche 9 das Rollen- und Berechtigungskonzept, prüfen es in den Wochen 20 bis 23 mit Testkonten und schließen die Freigabe einschließlich Wiederherstellungstest bis Woche 26 ab.
Mittel

Engpässe bei Einführungspartner und internen Fachressourcen

Wenn Schlüsselpersonen aus Produktion, Lager, Finanzbuchhaltung oder IT wiederholt nicht verfügbar sind oder der Einführungspartner einen kritischen Meilenstein um mehr als eine Woche verfehlt, verzögern sich Konfiguration, Migration und Tests.

Gegenmaßnahme: Die interne Projektleitung benennt bis Woche 2 Stellvertretungen und reservierte Kapazitäten, vereinbart mit dem Einführungspartner verbindliche Meilensteine und eskaliert Ressourcenabweichungen spätestens innerhalb von fünf Arbeitstagen an den Lenkungsausschuss.
Mittel

Budget- und Terminüberschreitung durch Zusatzaufwand

Wenn bis Woche 18 mehr als 75 Prozent der Reserve durch zusätzliche Erweiterungen, Datenbereinigung, Schnittstellenanpassungen oder Barcode-Hardware gebunden sind oder ein kritischer Meilenstein um mehr als eine Woche rutscht, wird der Go-live in neun Monaten gefährdet.

Gegenmaßnahme: Projektleitung und Controlling aktualisieren ab Woche 5 monatlich eine Kosten- und Terminprognose; der Lenkungsausschuss priorisiert bis Woche 20 verbindlich Muss-Funktionen und verschiebt nicht kritische Erweiterungen in eine spätere Ausbaustufe.

Stakeholder

GU

Geschäftsführung und Lenkungsausschuss

Treffen Grundsatzentscheidungen zu Budget, Umfang, Zieltermin und Eskalationen

Einbinden: ab Phase 1
IP

Interne Projektleitung

Steuert Termine, Abhängigkeiten, Entscheidungen, Lieferanten und Eskalationen

Einbinden: ab Phase 1
EA

ERP-Anbieter und Einführungspartner

Verantworten Lösungsdesign, Konfiguration, Migration, Tests und Fehlerbehebung

Einbinden: ab Phase 1
IL

IT-Leitung und Systemadministration

Entscheiden über Benutzerverwaltung, Infrastruktur, Schnittstellen, Datensicherung und technischen Betrieb

Einbinden: ab Phase 1
BS

Betriebsrat, sofern vorhanden

Bewertet Auswirkungen auf Arbeitsabläufe, Leistungskontrolle und Mitarbeiterdaten

Einbinden: ab Phase 1
PU

Produktionsleitung und Verantwortliche für Produktionsplanung

Definieren Fertigungsstrategien, Arbeitspläne, Kapazitätsplanung und Priorisierungslogik

Einbinden: ab Phase 2
EU

Einkauf und Materialwirtschaft

Definieren Beschaffungsprozesse, Dispositionsparameter, Lieferantenstammdaten und Bestellabläufe

Einbinden: ab Phase 2
LU

Lager- und Logistikleitung

Entscheidet über Lagerstruktur, Buchungslogik, Inventur, Scannerbedienung und Etiketten

Einbinden: ab Phase 2
FU

Finanzbuchhaltung und DATEV-Verantwortliche

Legen Kontierungen, Übergabedaten, Steuerlogik und Abstimmungsverfahren fest

Einbinden: ab Phase 2
Q

Qualitätsmanagement

Bewertet Nachvollziehbarkeit, Dokumentation, Sperrbestände und qualitätsrelevante Prozessdaten

Einbinden: ab Phase 2
SU

Schlüsselanwender und Standortverantwortliche beider Standorte

Vertreten die operativen Arbeitsabläufe, testen die Lösung und sichern die spätere Akzeptanz

Einbinden: ab Phase 2
DR

Datenschutzbeauftragte/r

Prüft personenbezogene Daten, Rollen- und Berechtigungskonzepte sowie mögliche Mitarbeiterdaten

Einbinden: ab Phase 2

Compliance

Pflicht

Datenschutzprüfung für Benutzerkonten, Mitarbeiterdaten in Produktions- und Lagerbuchungen, Protokolle und mögliche Leistungs- oder Verhaltenskontrolle nach DSGVO; erforderlichenfalls Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung

Datenschutzbeauftragte/r und IT-Leitung Woche 2-9, danach laufend
Pflicht

Auftragsverarbeitungsvertrag mit ERP-Anbieter und Einführungspartner sowie Prüfung von Hostingstandort, Unterauftragnehmern, Datenübermittlungen und Löschkonzept nach DSGVO

Datenschutzbeauftragte/r und Einkauf Woche 2-8
Pflicht

Beteiligung des Betriebsrats bei Einführung eines Systems mit möglicher Überwachung von Leistung oder Verhalten sowie bei wesentlichen Änderungen von Arbeitsabläufen, sofern ein Betriebsrat vorhanden ist

Geschäftsführung, interne Projektleitung und Betriebsrat Woche 1-10, bei Änderungen fortlaufend
Pflicht

Prüfung und Freigabe der DATEV-Übergabe einschließlich Kontenplan, Steuerkennzeichen, Kostenstellen, Buchungslogik, Abstimmverfahren und dokumentierter Testfälle

Finanzbuchhaltung und DATEV-Verantwortliche Woche 6-23
Pflicht

Rollen- und Berechtigungskonzept mit Least-Privilege-Prinzip, Funktionstrennung zwischen Stammdatenpflege, Bestellung, Wareneingang, Buchung und Freigabe sowie regelmäßiger Rechteprüfung

IT-Leitung, Finanzbuchhaltung und Datenschutzbeauftragte/r Woche 7-26, danach mindestens jährlich
Pflicht

Technische und organisatorische Maßnahmen für Informationssicherheit nach DSGVO, einschließlich Backups, Wiederanlauf, Zugriffsschutz, Protokollierung, Patchmanagement und Notfallverfahren für beide Standorte

IT-Leitung und Systemadministration Woche 7-26, danach laufend
Optional

Sicherstellung der qualitätsbezogenen Rückverfolgbarkeit von Material, Fertigungsaufträgen, Prüf- und Sperrbeständen sowie Dokumentation gemäß ISO 9001 oder kundenspezifischen Vorgaben, sofern zertifiziert oder vertraglich gefordert

Qualitätsmanagement und Produktionsleitung Woche 6-23, danach laufend

Meilensteine

  1. Woche 2

    Genehmigter Projektauftrag einschließlich Umfang, Ressourcen, Governance, Entscheidungswegen und verbindlichem Zieltermin

    Voraussetzung: Abschluss der Projektinitiierung und Governance
  2. Woche 5

    Abgenommene Fit-Gap-Matrix mit priorisiertem Lösungs- und Erweiterungsumfang

    Voraussetzung: Abgeschlossene Lösungsvalidierung und Detailanforderungen
  3. Woche 9

    Freigegebenes technisches Architektur-, Schnittstellen-, Berechtigungs- und Barcode-Konzept

    Voraussetzung: Abgestimmte technische Architektur und Integrationskonzept
  4. Woche 10

    Freigegebenes Sollprozessmodell für beide Standorte einschließlich Rollen, Kontrollpunkten und Prozesskennzahlen

    Voraussetzung: Abgestimmte Sollprozesse und ERP-Zielbild
  5. Woche 14

    Fachlich freigegebener Migrationsprobelauf mit dokumentierten Datenqualitäts- und Bestandsabgleichen

    Voraussetzung: Stammdatenbereinigung und Datenmigration abgeschlossen
  6. Woche 15

    Nutzbare konfigurierte ERP-Testumgebung mit eingerichteten Kernprozessen, Rollen, Barcode-Funktionen und DATEV-Integration

    Voraussetzung: Konfiguration, Erweiterungen und Rollen abgeschlossen
  7. Woche 19

    Erfolgreich abgeschlossener Barcode- und Produktionspilot an beiden Standorten mit dokumentierten Ausweichverfahren

    Voraussetzung: Barcode-Lager und Produktionspilot abgeschlossen
  8. Woche 23

    Abgenommenes integriertes Testszenario ohne offene kritische Fehler und mit dokumentierter Fachbereichsfreigabe

    Voraussetzung: Integrierte Tests und Abnahme abgeschlossen
  9. Woche 26

    Abgeschlossene Anwenderschulung und genehmigter Cutover- sowie Notfallplan nach erfolgreicher Generalprobe

    Voraussetzung: Schulung, Cutover und Produktivstartvorbereitung abgeschlossen
  10. Woche 29

    Stabiler ERP-Regelbetrieb an beiden Standorten mit abgestimmten Beständen, erfolgreicher DATEV-Übergabe und übergebenem Betriebs- und Supportkonzept

    Voraussetzung: Produktivstart und Stabilisierungsphase abgeschlossen

So ist dieser Plan entstanden

Dieser Plan wurde von PathHub AI aus einer einzigen Beschreibung erstellt: „Einführung eines neuen ERP-Systems in einem Maschinenbauunternehmen mit 180 Mitarbeitenden an zwei Standorten: Ablösung von Excel und einem alten Fertigungssystem, Materialwirtschaft, Produktionsplanung, Lager mit Barcode, DATEV-Schnittstelle, Datenmigration und Schulung. Go-live in neun Monaten.“ — ohne Unternehmenskontext. Mit deinen Abteilungen, Freigabeprozessen und Compliance-Vorgaben wird er deutlich genauer.

Passende Dokumente zum Vorhaben

Vor dem Projektplan steht meist das Lastenheft — hier das passende Beispiel mit Word-Download.

Pflichten

Pflichten mit Vorlauf: Daran denken viele zu spät

Diese Pflichten löst eine ERP-Einführung typischerweise aus (Beispiel Deutschland). PathHub AI plant sie mit Vorlauf ein, warnt bei zu knappem Zeitplan und zeigt unter „Regel & Nachweise“ die Regel mit Kriterien, die du abhakst und mit Nachweisen belegst. Keine Rechtsberatung.

Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten ergänzen und Datenschutz-Folgenabschätzung prüfen (DSGVO Art. 30, 35)
Pflicht 2–4 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: Das neue System verarbeitet personenbezogene Daten von Kunden oder Beschäftigten.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
DSGVO / GDPREU 2016/679
Kriterien
  • Rechtsgrundlage für jede Verarbeitung personenbezogener Daten (Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse)
  • Vollständiges Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30) für alle Prozesse
  • Auftragsverarbeitungsverträge (AVV / DPA) mit allen Dienstleistern
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Hochrisiko-Verarbeitungen
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) dokumentiert

Bei Verstoß: Bußgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Konzernjahresumsatzes — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Plus zivilrechtliche Schadenersatzansprüche Betroffener.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter abschließen (Art. 28 DSGVO)
Pflicht 2–6 Wochen vor dem Go-livegesetzlich
Regel & Nachweise

Warum: Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Auftrag (Cloud, Wartung, Support).

Rechtsgrundlage: Art. 28 DSGVO: Der Vertrag muss vor Beginn der Verarbeitung vorliegen, auch vor Tests mit echten Daten oder der Datenmigration.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
Cloud-VertragsrechtDSGVO Art. 28
Kriterien
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Cloud-Provider
  • SLA mit Verfügbarkeit, RPO, RTO
  • Exit- und Portabilitätsklausel
  • Datenlokalisierung und Transfer-Mechanismus (SCC / Adequacy)

Bei Verstoß: Zivilrechtliche Ansprüche bei Datenverlust; Regressansprüche abhängig vom Vertrag. DSGVO-Bußgelder bei Non-Compliance.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Betriebsrat beteiligen und Betriebsvereinbarung zum System abschließen (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG)
Wichtig 6–12 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: Fast jede Software protokolliert Nutzeraktionen und ist damit zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle geeignet.

Gilt: nur wenn ein Betriebsrat besteht

Rechtsgrundlage: § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei technischen Einrichtungen, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet sind; die Eignung genügt. Ohne Einigung darf das System nicht eingeführt werden.

Regel aus der Compliance-Bibliothek
Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
Kriterien
  • Betriebsrat-Wahl initiieren/ermöglichen ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern
  • Mitbestimmung bei Arbeitszeit, Überwachungssystemen, IT-Einführung (§87)
  • Anhörung vor jeder Kündigung (§102) — schriftlich mit Begründung
  • Interessenausgleich und Sozialplan bei Betriebsänderungen (§111)

Bei Verstoß: Unwirksamkeit von Kündigungen ohne BR-Anhörung. Ordnungswidrigkeiten bis 10.000 EUR je Verstoß. Strafbarkeit (§119) bei Behinderung des BR bis 1 Jahr Haft.

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Verfahrensdokumentation und revisionssichere Archivierung nach GoBD sicherstellen, E-Rechnung testen
Wichtig 4–8 Wochen vor dem Go-liveRichtwert
Regel & Nachweise

Warum: Steuerrelevante Daten müssen vollständig, unveränderbar und prüfbar aufbewahrt werden, auch nach dem Systemwechsel.

Gilt: wenn das System buchhaltungs- oder steuerrelevante Daten verarbeitet (ERP, Rechnungen, Kasse)

Regel aus der Compliance-Bibliothek
GoBD und E-RechnungAO §§ 146, 147; GoBD (BMF); UStG § 14
Kriterien
  • Verfahrensdokumentation für alle steuerrelevanten Systeme und Abläufe
  • Vollständige und unveränderbare Aufzeichnungen, Änderungen werden protokolliert
  • Aufbewahrung steuerrelevanter Unterlagen in der gesetzlichen Frist (in der Regel 8 bzw. 10 Jahre)
  • Datenzugriff für die Betriebsprüfung möglich (§ 147 Abs. 6 AO)
  • Empfang strukturierter E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) seit 1.1.2025
  • Ausstellung von E-Rechnungen an inländische Unternehmen: ab 2027 bei mehr als 800.000 EUR Vorjahresumsatz, ab 2028 grundsätzlich für alle (Ausnahmen u. a. Kleinbetragsrechnungen, Kleinunternehmer)

Bei Verstoß: Formelle Mängel können zur Verwerfung der Buchführung und zur Schätzung der Besteuerungsgrundlagen führen (§ 162 AO); bei verweigertem Datenzugriff droht ein Verzögerungsgeld (§ 146 Abs. 2c AO).

Nachweise: In PathHub hakst du die Kriterien ab und legst je Punkt Nachweise als Datei, Link oder Notiz ab. Alles lässt sich als PDF-Nachweisbericht exportieren.
Alle typischen Vorhaben und ihre Pflichten: Interne Projekte planen

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert eine ERP-Einführung?
Im Beispielplan dauert eine ERP-Einführung 29 Wochen in 10 Phasen, davon laufen 3 Phasen teilweise parallel. Die tatsächliche Dauer hängt von Unternehmensgröße, Ausgangslage und verfügbaren Ressourcen ab — mit deinem Unternehmenskontext passt PathHub den Zeitplan entsprechend an.
Was kostet eine ERP-Einführung?
Der Beispielplan kalkuliert rund 400.000 €, aufgeteilt auf 24 Budgetpositionen mit Menge und Einzelpreis. Die größten Posten sind Externe Einführung und Projektsteuerung, ERP-Software und Lizenzen. Es handelt sich um eine KI-Schätzung als Ausgangspunkt, nicht um ein Angebot.
Welche Risiken gibt es bei eine ERP-Einführung?
Der Plan nennt 10 Risiken mit Gegenmaßnahmen. Am höchsten bewertet sind: Unvollständige Anforderungen und unkontrollierte Individualisierung; Unzureichende Stammdatenqualität und fehlerhafte Migration; Fehlerhafte Produktions- und Materialbedarfsplanung.
Wer muss bei eine ERP-Einführung beteiligt werden?
Der Plan sieht unter anderem diese Beteiligten vor: Geschäftsführung und Lenkungsausschuss, Interne Projektleitung, ERP-Anbieter und Einführungspartner, IT-Leitung und Systemadministration, Betriebsrat, sofern vorhanden, Produktionsleitung und Verantwortliche für Produktionsplanung. Für jede Rolle ist angegeben, warum und ab wann sie einzubeziehen ist.
Kann ich den Plan an mein Unternehmen anpassen?
Ja. Öffne den Plan ohne Anmeldung in PathHub, passe Phasen und Aufgaben an oder beschreibe dein eigenes Vorhaben — mit Unternehmenskontext (Abteilungen, Freigabeprozesse, Betriebsrat, Compliance-Vorgaben) wird jeder weitere Plan genauer.

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